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Die "Bausteine für die Agenda-Vision" sind Arbeitsergebnisse einer internen Diskussion der
Agenda-Arbeitskreise über die Optimierung des Gemeinwohls unserer Stadt.
Sie antworten nicht auf aktuelle Probleme der Kommunalpolitik, sondern bieten - nach Bedarf ergänzungsfähige - Leitlinien für das mittel- und langfristige Handeln aller Akteure in der Stadt, d.h. der Einwohner, der Unternehmen und der Stadtverwaltung.
Die Gliederung dieser Agenda-Bausteine folgt der üblichen Aufteilung der zukunftssichernden Kommunalplanung in die Hauptdimensionen oder Arbeitsbereiche:
A. Ökonomie
B. Ökologie und
C. Soziales (erweitert um die Kultur)
Dem fügen wir noch die Dimensionen Partizipation und (interkulturelle) Solidarität hinzu.
A. Aufbau einer konsolidierten Wirtschafts- und Einkommensstruktur der Stadt als Grundlage einer selbstbewussten Partnerschaft zu den umliegenden Großstädten
In der Wirtschaft muss die ökologisch-regionale Orientierung verstärkt werden. Dazu gehören die Durchführung von Ökoaudit und Ökoprofit sowie die Förderung einer regionalen Wertstoffbörse.
Einzelhandel und Gastronomie der Zukunft sind gekennzeichnet durch einen ansprechenden Branchenmix und eine verantwortungsbewusste Konsumeinstellung. Dazu dienen themenbezogene Märkte und die Unterstützung fair gehandelter und regional produzierter sowie recycel- und reparaturfähiger Produkte.
B. Wohlbefinden für Mensch und Tier durch
- ein gesundes Wohnumfeld,
- Erhaltung der natürlichen Lebensräume und
- Reduzierung des Schadstoffausstoßes/Energieverbrauches bei optimiertem Mobilitätsangebot
Zu einem intakten Wohnumfeld gehört der Erhalt und Ausbau von Grünflächen, die Reduzierung von Emissionsbelastungen und kurze Einkaufswege. Dem dient eine flächen- und ressourcensparende Bauweise und die Entsiegelung von Flächen.
Der Klimaschutz wird verbessert durch Energiesparen, bessere Nutzung von Energie und den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien. Das kann erreicht werden, wenn Energie- und Ressourcen-einsparung zur Leitlinie städtischen Handelns wird und ein unabhängiges Energieberatungszentrum seine Arbeit aufnimmt. Der Umweltverbund ergänzt den motorisierten Inividualverkehr bei mindestens vergleichbarem Mobilitätsangebot. Dazu dienen die Attraktivitätssteigerung des öffentlichen Personennahverkehrs sowie die Förderung von Fahrradverkehr und Carsharing/Mitfahrzentralen.
C. Ein eigenes soziales und kulturelles Profil für Ratingen als weltoffen-gastfreundliche Stadt mit hoher Wohnqualität
Kultur und Kommunikation werden gefördert durch vielfältig nutzbare öffentliche Räume zur Begegnung und kulturellen Betätigung in allen Stadtteilen und ein lebendiges Stadtbild. Dazu tragen von der Stadtverwaltung effektiv unterstützte Bürgergruppen bei.
Die Bedürfnisse von jungen Familien, Jugendlichen und Senioren sind zu berücksichtigen, etwa durch den entsprechenden Ausbau von spezifischen Einrichtungen und die Förderung der Generationsmischung in Wohnanlagen.
Eine Stärkung der Solidarität mit den Generationen, mit unterschiedlichen kulturellen Gruppen und mit Partnern in Europa, Afrika, Asien und Lateinamerika wird angestrebt.
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