Der Faire Handel ist entstanden aus dem Versuch, eine Alternative zum ausbeuterischen konventionellen Handel zu entwickeln, in dem die Händler deutlich mehr verdienen als die Produzenten.
In der Anfangsphase bis in die Mitte der 80er Jahre des letzten
Jahrhunderts gab es deshalb in der gesamten Handelskette vom Produzenten
bis zum Konsumenten ausschließlich nicht profitorientierte Organisationen,
die mit dem englischen Begriff Alternative Trade Organisations (ATOs) bezeichnet
wurden.
Aber die Kapazitäten der ATOs waren zu beschränkt, um die Produkte aller interessierten Produzenten über diesen Handelsweg zu vermarkten.
 |
Um die Vorteile des gerechten Handels möglichst vielen Produzenten zukommen zu lassen wurde das Fairtrade-Siegel geschaffen als Kennzeichnung von Produkten, die zwar über den konventionellen profitorienten Handelsweg vermarktet werden, bei denen aber eine Ausbeutung der Produzenten verhindert wird.
|