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  Eine Welt – Fairer Handel – Grundsätze – Biodiversität


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Grundsätze des fairen Handels Fairer Handel wirkt! Fair gehandelte Produkte kaufen
Kernelemente Biodiversität Organisation Kontrolle

Nachdem über den Fairen Handel in den ersten Jahrzehnten auschließlich Handwerksprodukte vertrieben wurden, setzt sich der Faire Handel inzwischen seit über 30 Jahren auch für eine sozial- und umweltverträgliche Landwirtschaft und eine gerechtere Verteilung von Ressourcen zur Bekämpfung von Hunger und Armut marginalisierter Bevölkerungsgruppen ein.
Damit leistet er auch einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität.

Der ökologische Anspruch des Fairen Handels und seiner Partner ist hoch: bereits 75% der Lebensmittel im Fairen Handel stammen aus zertifiziertem Bio-Anbau, die Produzenten berücksichtigen umfassende ökologische Standards.
Die Einhaltung der Richtlinien anerkannter Zertifizierungsorganisationen ist dabei genauso wichtig wie
z. B. eine Diversifizierung der angebauten Kulturen, Anbau in Mischkultur, Maßnahmen zum Schutz vor Bodenerosion, geschlossene Kreisläufe, Recyclingprojekte und die Rückbesinnung auf traditinelle Anbaumethoden und deren Wiedereinführung.

Viele Produzentenpartner engagieren sich darüber hinaus in der (Wieder-)Aufforstung, legen eigene Saatgutbanken an, sind politisch aktiv gegen Biopiraterie und Gentechnik und betreiben eigene landwirtschaftliche Forschungsprojekte.

Produzentenorganisationen wie Green Net (Thailand) und Navdanya (Indien) setzen sich für den Erhalt traditionellen bäuerlichen Wissens ein.
Sie ermöglichen den Reisbäuerinnen und -bauern freien Zugang zu Saatgut. Von jeder Ernte wird Saatgut aufbewahrt und für die nächste Aussaat wiederverwendet.

Durch das zusätzliche Einkommen aus dem Fairen Handel wird die soziale und politische Arbeit der Partnerorganisationen unterstützt. Organisationen wir Green Net und Navdanya stärken die Bäuerinnen und Bauern durch Schulungen und Forschung. Sie lehnen die Eingriffe der Gentechnik ab und setzen sich gegen die Patentierung von Reissorten durch Saatgutmultis zur Wehr.

All diese Aktivitäten werden unterstützt und teilweise erst ermöglicht durch die Leistungen des Fairen Handels. So wird die Umstellung auf Bio-Anbau gezielt gefördert und teilweise mit finanziert und durch die Abnahmegarantien während der Umstellungsphase häufig erst ermöglicht.
Falls erforderlich werden auch die teilweise sehr hohen Zertifizierungskosten vom Fairen Handel übernommen.


Schutz der Biodiversität und Schutz des Klimas gehen Hand in Hand – gerade auch in der landwirtschaftlichen Produktion.
Vitale Artenvielfalt und eine Vielzahl angepasster Nutzpflanzen erweitern die Möglichkeiten, angemessen auf Klimaveränderungen reagieren zu können.
Produktionsweisen, bei denen eine Vielzahl von Nutzpflanzen mosaikartig auf kleinem Raum angebaut werden, bieten bessere Möglichkeiten, die lokalen Boden- und Wasserressourcen zu schützen und können gut mit kleinräumigen Naturflächen kombiniert werden.

Solche vielfältigen Systeme können auch besser mit den durch den Klimawandel hervorgerufenen extremen Wetterereignissen wie Dürren und Starkregenperioden umgehen als großflächige, artenarme Monokulturen.

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